Martin Luther King für Werber
(Quelle: http://www.writespirit.net/inspirational-talks/political/martin-luther-king-talks/)
Heute ist in den USA Martin Luther King-Day. Und nichts liegt mir ferner, als diesen großartigen Menschen, der die Welt verändert hat und für seine Überzeugungen gestorben ist, für einen kleinen Werber-Blog zu profanisieren. Aber unter den vielen inspirierenden Zitaten von Martin Luther King sind einige, die zumindestens mein Denken angeregt und inspiriert haben, weil sie Dinge klar auf den Punkt bringen. Sie haben mich als Mensch inspiriert. Und als Werber. Deshalb mit allem Respekt und der Bitte um Entschuldigung für den kommerziellen Missbrauch, hier ein paar Zitate von Martin Luther King, die uns alle auch in unserer Markenarbeit bewegen könnten (und sollten):
1. MLK über Kreativität:
“The nation and the world are in dire need of creative extremists”.
“Almost always, the creative dedicated minority has made the world better.”
Martin Luther Kings Kampf um die Bürgerrechte war entschlossen. Und er war kreativ. Immer unerwartet für den Gegner und deshalb erfolgreich. Er glaubte an die Macht der Idee und an Entschlossenheit und Konsequenz im Glauben an die Idee. Und an die Notwendigkeit kreativer Köpfe und kreativen Denkens für eine erfolgreiche Verwirklichung. Nichts anderes gilt bei der Aufzucht und Pflege von Marken.
2. MLK über Konsequenz und Klarheit:
“Many people fear nothing more terribly than to take a position which stands out sharply and clearly from the prevailing opinion. The tendency of most is to adopt a view that is so ambiguous that it will include everything and so popular that it will include everybody. Not a few men who cherish lofty and noble ideals hide them under a bushel for fear of being called different.”
Die Angst vor einem klaren Standpunkt, einem konsequenten Markenversprechen lässt sich u.a. jeden Abend in den einschlägigen Werbeinseln besichtigen. Klare Kante macht unterscheidbar. Klare Kante macht erfolgreich. Also keine Angst vor klarer Kante.
3. MLK über richtiges Denken:
“Rarely do we find men who willingly engage in hard, solid thinking. There is an almost universal quest for easy answers and half-baked solutions. Nothing pains some people more than having to think.”
“The function of education is to teach one to think intensively and to think critically. Intelligence plus character – that is the goal of true education.”
Der nächsten Technik-Sau durchs Marketingdorf ist schnell hinterhergelaufen. Marken stattdessen auf ein solides Fundament, sprich Markenversprechen zu stellen, erfordert intensive Arbeit, eine Menge Expertise und Zeit. Der Reflex, sich mit halbgaren, kurzfristig manchmal sogar vermeintlich erfolgreichen Lösungen um diese Arbeit herumzudrücken, ist oft Ergebnis des Unwillens, die Extra-Markenmeile zu gehen. Und – noch schlimmer – oft Ergebnis der fachlichen Unfähigkeit, sie gehen zu können. Die Extrameilen-Könner kommen nicht als solche von der Uni. Die Lust und die Fähigkeit, die Extrameile zu gehen, müssen wir ihnen beibringen.
4. MLK über Vernetzung:
“Whatever affects one directly, affects all indirectly. I can never be what I ought to be until you are what you ought to be. This is the interrelated structure of reality.”
Markenerfolg hat am Ende immer viele Väter und Mütter. Und in komplexen digitalen Zeiten liegt der Erfolg oft im wirkungsvollen Zusammenspiel vieler Teilkompetenzen. Wer dabei die Orchestrierung übernimmt, interessiert als Diskussionsthema vielleicht die Fachpresse. Die Marke interessiert es nicht. Wichtig ist für die, das Disziplinarroganz, Selbstverliebtheit und Prozess-Egoismen in Zukunft aussen vor bleiben. Und stattdessen Kollaboration auf Augenhöhe stattfindet. Denn nur so wird aus vorhandenem Wissen echter Wertbeitrag.
Wie geschrieben: Martin Luther King hat bei all diesen Zitaten sicher nicht an die Sorgen und Nöte von Markenmachern gedacht. Zurecht. Der Mann hatte Wichtigeres zu tun. Aber sein Denken, seine Überzeugungen haben zumindest mich angeregt, sie mal auf uns und unsere Arbeitswelt anzuwenden. Vielleicht (hoffentlich) geht es Ihnen genauso. Denn die Zeit ist wahrlich reif, unser Selbstverständnis mal gründlich auf den Prüfstand zu stellen. Oder wie Martin Luther King es formulierte:
“The time is always right to do what is right.”


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